ökoRausch: Es grünt auch im Herbst!

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Der Herbst ist da und damit auch das Ende der sommerlichen Festivalzeit! Die Tage kürzer, Die Temperaturen kälter und das Wetter herbstlich gemischt. Nun ja, so mancher wird zugeben müssen, dass die dritte Jahreszeit zu kühl ist, um lauwarme Zeltnächte und rauschende Feste im Freien zu feiern. Da bietet es sich doch an, sich ins Warme zu begeben, vielleicht nach Köln? Denn die Stadt hat zu dieser Jahreszeit viel mehr zu bieten als den in großen Schritten auf uns zu rasenden Vorweihnachtswahn. Nein zu diesen Tagen feiert man im Rautenstrauch-Joest-Museum die ökoRausch-Das Festival für Nahchaltigkeit und Design. Die Messe, die in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen feiert, hat sich dieses Jahr zusätzlich als Festival deklariert und dieses ist schon seit dem 7. Oktober in vollem Gange. Das Konzept der ökoRausch ist einfach und herausfordernd zugleich: Nachhaltigkeit und Design näher zu bringen, den Blick für Perspektiven und Schnittstellen in beiden Bereichen öffnen und eine Raum für Entwicklung zu schaffen. Mit einem vollen Programm, dass gefüllt ist mit Symposien, Ausstellungen, Vorträgen, Workshops, DIY Aktionen, Konzerten, Filmvorführungen, Lesungen und Fahrradtouren trägt ökoRausch dick auf und hat somit für Groß und Klein rund um das Thema Nachhaltigkeit, Kunst und Design allerlei zu bieten.

Ausgangspunkt des Festivals, die wir erwähnt zugleich Festival ist, ist die Ausstellung „identify“ im Forum VHS des Rautenstrauch-Joest-Museums. Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit zwischen lokalen und regionalen Künstlern, Designern, Projekten und einer Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein- Westfalen. Unter dem übergreifenden Thema „Design und Kunst im Spannungsfeld von Mensch und Natur“ stellen über zwanzig KünstlerInnen und DesignerInnen ihr Werke und aktuellen Projekte vor und zeigen ihre ganz persönlichen Ansichten und Ziele für eine nachhaltigere und sozialere Zukunft in der Design-, Kunst- und Handwerksbranche.

So setzt sich die Designergruppe „Postfossil“ mit dem Thema der Gesellschaft ohne den Rohstoff Öl auseinander und stellt neben kreativen und innovativen Ideen für ein nachhaltigeres Produktdesign auch, ihrer eigenen Produkte vor und wie sie es nenne „Postfossiles Gedankengut“.

Ein anderes Beispiel bietet Sophie Heins. Die Kommunikationsdesignerin Arbeitet wortwörtlich am grünen Image von Unternehmen und entwirft und designed in ihrer Agentur „ Oh Wunder-Design“ auf unterhaltsame und zum Denken anregende Weise Nachhaltigkeitsberichte, CSR- Berichte und Gemeinwohlbilanzen.

Neben den eben vorgestellten Designer haben auch einige Künstler und Künstlerinnen die Ausstellung und das Programm mitgestaltet. Ganz im Sinne des Recycling oder besser gesagt des Upcycling arbeitet Susann Körner, denn ihre Geschichten, Reime und Sinnblöcke erstellt sie aus den EDV-Kürzeln alter Kassenbons. Aus Sprachfragmenten und den banalen Hieroglyphen unserer Konsumgüter werden so manches mal zum schmunzel anregende Reime.

Doch weiter im Programm! Am Samstag können auch die Besucher aktiv werden und zwar in Form einer Fahrradtour zu den von den sogenannten Satelliten. Die Satelliten, dass sind die Anlaufpunkte in der Stadt Köln sozusagen auch nach dem Festival noch das Signal des Wandels in Richtung Nachhaltiger und sozialer Marktwirtschaft und Gesellschaft darstellen. So wird neben der Bio-Bäckerei Ährensache auch das Allerweltshaus besucht, welches ein interkulturelles Begegnungszentrum bietet. Weitere Tourpunkte sind unter anderem das Buraeu Gruen, welches als Agentur Kulturmanagement und Nachhaltigkeitscoaching anbietet, sowie im Design Quartier Ehrenfeld der Gemeinschaftsgarten „Obsthain Grüner Weg„.

Die ökoRausch ist eben doch mehr als nur Messe und so will ich interpretieren auch mehr als nur ein Festival, denn die Veranstalter und Akteure verstehen es, wie man aus einem Festival einen nachhaltigen Eindruck macht- eben nicht nur nachhaltig im Sinne des Umweltschutzes und einer sozialeren, bunteren und gerechteren Zukunft für alle. Man selbst lässt sich nachhaltig beeinflussen und wird im besten Falle aktiv. Noch bis Sonntag den 14. Oktober ist die ökoRausch geöffnet und angesichts der Schlechtwetterfront, die da auf uns zukommt ist so ein Festival doch erheiternd.

„Die ökoRausch versteht Nachhaltigkeit als Dreiklang aus Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung, jedoch noch um die Tönen kulturelle Vielfalt und Gestaltung erweitert.“

(Auszug aus dem Konzept der ökoRausch¹)

ökoRausch: 7-14 Oktober

Eintritt frei, einzelne Programmpunkte kostnepflichtig

http://oekorausch.de/

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